Nusa Ceningan Tag 1 – Heute geschlossen wegen gestern

Da war sie also, die erste Partynacht. Bisher waren die Abende ja immer sehr ruhig. Gestern wurde gefeiert. Nachdem wir unseren kleinen Foodtruck verlassen und uns von Wiz verabschiedet haben, ging es noch in eine Bar mit Livemusik. Irgendwann hieß es dann aber ab ins Bettl. Oder doch nicht? Da kam uns doch noch eine Kneipe auf dem Heimweg in die Quere. Und da haben wir dann ausgerechnet auch noch wahnsinnig nette Menschen kennengelernt. Zwei Locals, ein Brite und ein Kanadier, die beide seit ein paar Jahren auf Bali leben und hier als Lehrer arbeiten. Also wurde sich mit einem weiteren Bierchen über die Royals, das Leben auf Bali und das Leben im Allgemeinen ausgetauscht. Halb 4 lagen wir dann aber endlich in der Falle. Dementsprechend fiel das Aufstehen heute etwas schwerer. Aber da hilft kein Murren und kein Knurren. Rucksack auf und ab zum Hafen. Heute gehts nach Nusa.

Wildes Treiben am Hafen

Unsere Überfahrt hatten wir gestern ja bereits gekauft, also mussten wir uns nur noch anmelden. Unsere großen Reiserucksäcke sollten wir einfach abstellen, damit diese dann für uns aufs Boot gebracht werden. So ganz geheuer war uns das nicht, aber wird schon passen. Inzwischen fuhren auch immer mehr Boote den Strand an. Unser Plan war eigentlich zu schauen auf welches Boot unsere Rucksäcke gebracht werden, dann wissen wir auch wo wir hinmüssen. Aber irgendwie wurde Tasche um Tasche auf das eine oder andere Schiff gebracht, nur unser Gepäck wurde nicht gesichtet. Also zurück zum Schalter, dort saß inzwischen eine andere Lady und nachgefragt. „Ihre Rucksäcke müssen sie selber hinbringen“ Ah ja, is klar. Da hätten wir schön aus der Wäsche geguckt auf unserer neuen Insel. Also Gepäck wieder ansacken und das richtige Boot finden.

Wildes Gewusel, aber irgendwie weiß jeder was zu tun ist. Außer die Passagiere 😅

Das Gepäck wird dann also von Helfern auf die Boote geschleppt. Zum Teil 3 schwere Koffer auf einmal, die Kollegen wissen auf jeden Fall abends was sie gemacht haben. Dann ab durchs Wasser waten und rauf aufs Boot

Eine halbe Stunde später erreichten wir auch schon unser neues Ziel. Es gibt drei Nusa Inseln. Lembongan (dort sind wir heute gelandet), Die ist durch eine kleine gelbe Brücke mit Nusa Ceningang verbunden (da wohnen wir) und die größte ist Nusa Penida. Dort sind eigentlich die meisten Touris, das werden wir uns mal per Bootsüberfahrt anschauen in den nächsten Tagen. Kaum angekommen wartete auch schon Schmidtls Freund Putu auf uns. Die beiden haben sich vor 4 Jahren hier kennengelernt und Kontakt gehalten und er war so lieb und hat uns einen Roller besorgt und uns zur Unterkunft begleitet.

Vorne Putu, hinten Schmidtl

15 Minuten später waren wir dann auch schon da und haben unsere wunderschöne Bleibe bezogen. Und damit folgen noch zwei kurze Videos und es ist schon Schluss für heute. Gleich gehts noch zum Essen, ansonsten war heute Reisetag und wir kommen hier erstmal in Ruhe an. Morgen stehen dann sicherlich wieder größere Abenteuer an 😉 Fühlt euch alle gedrückt und geherzt

Neues Zuhause mit Pool und Meerblick 😍
Blick vom Restaurant direkt an der Unterkunft

Bali Tag 7 – On the road again

Hach, was soll ich sagen ☺️ Bevor ich mit dem neuen Tag beginnen kann, muss ich nochmal zwei Sätze zu gestern verlieren. Schmidtl hat es ja so großartig beschrieben, wie wundervoll dieser Tag war. Ich muss trotzdem nochmal loswerden, dass das so ein Herzenstag war. Diese 6h Tour durch den Dschungel, nahezu allein, die Natur, die Menschen, diese Herzlichkeit. Die Familie, die am Abend noch mit der Überraschung vorbei kam. Und Kadek hat seine kleinen Nichten dafür extra abgeholt aus dem Nachbarort, damit sie gratulieren. Seine Tante hat den Schokokuchen gebacken, seine Frau den traditionellen Kuchen vorbereitet. Ich kann das alles gar nicht verarbeiten. Ich fühle mich einfach nur geehrt und weiß gar nicht, womit ich das alles verdient hab.

Schokokuchen vs. Traditioneller balinesischer Kuchen

Aber nun zum neuen Tag. Heute stand der Abschied von Kadek und seiner wundervollen Familie, genauso wie der Abschied der deutsch/dänischen Familie (ihr erinnert euch) an. Einer davon ist auf jeden Fall für lange Zeit, der andere Abschied ist hoffentlich nur kurz. Mit lokalem Kaffee (Lemukhi-Kaffee, Lemukhi heißt das Dorf. Ist das nicht süß?) als Abschiedsgeschenk ging es ab ins Auto und Kadek brachte uns erstens zu einem Geldautomaten, sonst hätten wir gar nicht bezahlen können (🙈🙈) und zweitens zu einem der wichtigsten Tempel auf Bali. Also heute mal richtig mit Eintritt zahlen und Touri sein. Alles super gepflegt und schön, aber mit vielen Menschen aufgereiht da durchzumarschieren hat uns irgendwie nicht so gefallen. Vor allem nach den letzten Tagen. Aber ein paar Bilder haben wir natürlich trotzdem geschossen.

Kadek hat uns dann noch zum nächsten Warung gebracht und dann hieß es endgültig Abschied nehmen, sich tausendmal beieinander bedanken und darauf hoffen, dass man sich irgendwann wieder sieht. Ein kleines Mittagessen später stellten wir fest, dass dort gar keine Taxen halten, die man so einfach per App bestellen kann. Also kurz bei der Bedienung nachgefragt, ob sie uns eventuell ein Taxi bestellen kann, zack 2 Minuten später kam schon ein netter Herr auf seinem Roller angeschossen. Schnell das Ziel besprochen, Schmidtl hat noch großartig den Preis verhandelt und weitere 5 Minuten später kam der selbe nette Herr mit seinem Taxi an und brachte uns ins 2h entfernte Sanur. Hier bleiben wir nur eine Nacht, aber die Unterkunft ist glaube ich ganz ok. 🤪

Dann hieß es schnell Taschen ablegen und ab die Gegend erkunden und vor allem zum Hafen, unser Ticket für die Überfahrt morgen buchen. Also ich weiß nicht, ob es an den letzten Tagen liegt, aber der Start in Sanur war für mich persönlich etwas schwierig. Wir sind am Strand entlang gelaufen, ein Resort oder Nobelschuppen am anderen. Das sieht alles nett und schön aus, aber du triffst nicht eine Person aus Bali. Außer – sie bedient dich.

Einmal beispielhaft eine der Unterkünfte am Strand.

Sobald die Reihe der Hotels aufhört sieht man dann leider viel Müll, wahnsinnig viele Menschen die einen nahezu anbetteln mal ihre Klamotten oder was auch immer sie verkaufen anzuschauen und man hat ein unfassbar schlechtes Gewissen nein zu sagen, wenn sie dir sagen, dass einfach niemand heute bei ihr oder ihm etwas gekauft hat.

Das ist jetzt noch recht sauber, aber so sieht es außerhalb der Resorts aus

Heute sind wir glaube ich auch das erste Mal in einer größeren Stadt. Mit Mc Donalds, Kentucky Fried Chicken usw. Sowas haben wir bisher noch nie hier gesehen. Die ersten beiden Stunden hab ich mich offen gesagt wirklich unwohl hier gefühlt. Alles laut, dreckig und man wird ständig angelabert. Das kannte ich bisher hier nicht.

Ein Bootsticket später ging es mehr oder weniger über die vierspurige Straße zurück nach Hause. Wir hatten Glück, dass es noch hell war, sonst hätten wir die Hindernisse vielleicht nicht gesehen.

Naja, kann nicht immer alles einfach und eitel Sonnenschein sein. Wir berichten ja was passiert und verschönern nicht. Als wir auf die Straße, auf der unser Hotel steht einbiegen, steht da ein kleiner Foodtruck. Mehr oder weniger mitten an der Straße. Es ist laut, es ist schwül, aber dort steht unsere kleine Oase. Drei Bierchen später sitzen wir immernoch hier, haben gerade Essen bestellt und seit Stunden Spaß mit dem Besitzer Wiz (keine Ahnung wie man ihn schreibt). Eigentlich wollten wir nur auf ein Bier einkehren und weiterziehen. Aber so ist das hier. Du lernst Menschen kennen, fühlst dich wohl und verbringst Zeit miteinander. Leicht angeschickert beende ich an dieser Stelle den Blog für heute und hoffe es sind nicht zu viele Rechtschreibfehler drin. Es gab Holy water, ich kann echt nichts dafür 😅

Ein Trip und eine Überraschung

Moin moin und Hallo. Das Geburtstagskind hat heute Abend frei und somit bin ich an der Reihe euch an unserem erlebnisreichen Tag teilhaben zu lassen.

Es ging heute (für uns) sehr früh los. 7 Uhr hieß es aufstehen und frühstücken. Bananen-Pancakes + Bali-Kuchen für mich und für das Geburtstagskind Omelette mit Toast. Dazu wird, wie immer, frisches Obst gereicht. Das sollte erst einmal für einige Stunden reichen.

Pünktlich um 8 saßen unser Gastgeber Kadek sowie Frau startbereit auf ihren Mopeds. Nach einer 10 Minütigen Fahrt erreichten wir den Startpunkt.

rice rice Baby

Wir würden heute etwas mehr laufen, soviel war klar. Wir hatten zwar festes Schuhwerk dabei, jedoch landete dies schnell im Rucksack da Kadek meinte, dass unsere Füße schnell nass werden würden. Und so war es auch. Mehrere steile Abstiege später…

Das Bild gibt es wohl nicht her wie hoch die Stufen waren und wie steil es bergab ging. Diese Treppe mit Geländer war noch richtiger Luxus!

…erreichten wir die erste Station. Hier lasse ich gern die Bilder bzw. das Video sprechen

Bisschen schön, oder?

Kadek meinte noch wir könnten unter einigen Wasserfällen „duschen“. Bei diesem hier nicht. Ich wollte nur in die Nähe schwimmen und meine Hand darunter halten, wurde aber von der Gischt abgehalten. Kaum vorstellbar welche Kraft das Wasser hier hat. Sieht aber immerhin schön aus. Ahja.. Nur falls ihr euch gefragt habt: man kann unter den Wasserfällen schwimmen. Ein kleines badebecken ist vorhanden! Und wer kann schon von sich behaupten diesen Platz für sich allein zu haben? Wir! Apropos.. Wir sind jetzt heilig. Ohne Mist! Links der Wasserfall läuft runter ins Dorf und quasi bis in unsere Unterkunft. Der Kollege rechts liefert heiliges Wasser. 1x gebadet und Zack! Heilig! (ganz so einfach ist es nicht, wohl aber möglich. Und ich reime es mir einfach so zusammen weil es sich gut anhört)

Kadek flüsterte uns dann noch zu, dass wir zu dem geheimen Wasserfall gehen würden. Ich überlasse allerdings euch die Überlegung wie geheim ein Wasserfall sein kann, der ausgeschildert ist. Nunja… Ein kurzer Lachanfall später und wir waren dort!

geheimer Wasserfall mit nicht so geheimer Ari

Die Wege zwischen den Stationen waren nass, glitschig und echt nicht so leicht zu bewältigen. Ich erinnere noch einmal: wir tragen hier flip-flops. Man musste ständig acht geben nicht weg zu gleiten und sich an den spitzen Steinen zu verletzen oder umzuknicken. Kadek lief dort rum als wäre das gar nix. Ist eventuell sein natürliches Gelände. Er grinste auf jeden Fall die ganze Zeit. 95% der Leute lächeln hier wirklich immer. Trotz ihrer Umstände geben sie dir irgendwie ein Gefühl, dass alles ganz leicht ist. Ich kann es nicht besser beschreiben.

Ein bzw. drei Wasserfälle gingen noch. Der Fjdji-Wasserfall, welcher sich als Dusche eignet!

330 zum Teil kniehohe Stufen galt es nun zu bewältigen…wussten wir natürlich vorher nicht. Auf halben Wege kamen uns Einheimische mit nem dicken Ast entgegen, die irgendwie etwas verstört drein schauten. Es hat sich herausgestellt, dass Kollege „grüne – Giftviper – ich will euch alle töten“ auf dem Weg nach oben gesichtet wurde. Kadek verging kurz das Grinsen. Wir sollten den Platz der vermeintlichen Ortung schnell verlassen. Kadek setzte auch zu einem kurzen Sprint an. Naja no risk no fun. Sie war auf jeden Fall nicht mehr zu sehen.

Next stop: Reisfeld Wir erreichten einen kleinen Unterstand. An dem eine Frau saß. Kadek und sie tauschten sich kurz aus. Danach stand sie auf und gurgelte kurz ein paar Sätze in den Dschungel hinein. Es kam auch eine Antwort. Kurz darauf wackelte der Palmenbaum und ein kleiner Balinese kletterte wie ein Affe auf nen 10m hohen Baum um uns 2 frische Kokosnüsse zu bringen. Er bewirtschaftet das Land mit seiner Frau. Kann sich kein Mensch vorstellen wie das ohne modernes Gerät klappt. Ihnen geht’s aber wohl ganz gut.

Witziger Typ. Ihm gehören 150are Land (Reis, Wassermelonen, Papayas, Kürbis, Tomaten, Kokosnüsse, Durian)

Wie ihr schon merkt geht es hier von Höhepunkt zu Höhepunkt. Ein natürlicher Sprungturm darf ja wohl nicht fehlen, oder? Wassertiefe 2m und Warnhinweise „Bitte springt in die Mitte des Wassers sonst passiert doll aua“ konnten mich natürlich nicht abhalten. Kurz den Grundkurs Physik ausgepackt: schwerer Schmidtl nur 2m Wassertiefe und Zielen beim Springen…4m Höhe sind genug, den Rest überließ ich den Franzosen. Waghalsig stürzte ich mich in die Fluten. Ein kurzes Gebet von Kadek und eine Arschbombe später:

Highlight Nr. (?) war dann die Wasserrutsche. Nicht wie im Schwimmbad sondern „all natural“! Man nehme einen reißenden Strom, alte zusammengeknüpfte Reifen und ein bisschen Mut und Zack! Hat man Spaß! Aber schaut selber

Ari war danach ganz gut platt. Ich auch, würde es aber nie zugeben. Es ging zurück in die Unterkunft. Die Massage – Damen waren auch schon da und Ari gönnte sich eine Fuß-Massage. Habe ich eigentlich erwähnt, dass ich Kadek heimlich von Aris Geburtstag erzählte? Nein? Cool… Ich sollte ihm ihren vollständigen Namen aufschreiben und er sendete diesen als Nachricht irgendwo hin. Ich behielt es erstmal für mich. Mal sehen was da noch kommt dachte ich. Als wir beim Abendessen mit unseren Nachbarn saßen passierte dann das hier : die Familie (inklusive der kleinen Tänzerinnen vom ersten Abend) brachte dem Geburtstagskind eine Überraschung. Wir sind immer noch ganz gerührt. Schaut selbst :

Bali Tag 5 – Viel für Kopf und Seele

Ihr Lieben ich muss heute wieder in Etappen schreiben. Der Kopf ist voller Informationen und die müssen schnell runtergeschrieben werden, sonst sind sie vergessen. Fangen wir mal unüblicherweise nicht am Morgen, sondern bei gestern Nacht an. Auch auf Bali muss natürlich Sonntags Football geschaut werden. Die Uhrzeit stellt zwar eine Herausforderung dar, aber wir können ja ausschlafen. Und wenn wir etwas gelernt haben, dann dass die Lebensbedingungen noch so reduziert oder spartanisch sein können, WLAN gibts überall. 😅

Auf der Suche nach dem besten Empfang

Halb 4 hat es uns dann aber doch die Augen zugezogen, also ab ins Bett und schön ausschlafen. Ich war ein bisschen früher wach und konnte somit schonmal ein spätes Frühstück ordern, sodass Schmidtl mit Bananenpancakes geweckt wurde. Im Anschluss wurde eine Stunde in der Hängematte gechillt und gelesen und der erste große Regenschauer abgewartet bzw. die Sonnenphase für weitere Fotos von unserem kleinen Garten genutzt.

Besuch aus der Nachbarschaft war auch kurz da

Ich hatte ja gestern schon angeteasert, dass heute tolle Unternehmungen auf uns warten. Nach dem Tanz der Mädchen gestern Abend kamen wir mit Kadek ins Gespräch über seine Religion. Auf Bali sind, so wie er, ungefähr 70% hinduistischen Glaubens. Interessiert stellten wir einige Nachfragen bis er uns anbot uns heute den Tempel zu zeigen. Da überlegten wir natürlich nicht zweimal. Bevor es losging wurden wir erst einmal mit traditioneller Kleidung (Dhoti – Beinkleid für die Männer, Sari – das Gegenstück für die Frauen und ein Udeng für Schmidtls Kopf) ausgestattet und schon ging’s los zum Tempel des Dorfs.

Der wieder einsetzende Regen hat leider nur einen kurzen Besuch ermöglicht, aber dort haben wir bereits die ersten Infos zum Hinduismus bekommen.

Es folgt ein kleiner Exkurs in die Religion. Ich glaube zumindest es wird ein kleiner und interessiert euch auch, weil wir es sehr spannend fanden und uns natürlich auch geehrt fühlen, dass er uns so privat einen wichtigen Teil seines Lebens (und des Lebens danach 😉) gezeigt hat.

Grundsätzlich hat erst einmal jeder einen kleinen Schrein Zuhause. In der Regel steht der vor dem Haus, bei uns steht er mitten zwischen den Gasthäusern, weil das ursprünglich mal vor dem Haus war. 😅 Kadek möchte aber bald einen richtigen Schrein vorne haben. Kostet aber ja alles. Wenn du also beten möchtest (ein guter Hindu macht das dreimal täglich) kannst du das Zuhause, im Familientempel oder im großen Tempel des Dorfs machen.

Kleiner Schrein auf unserem Grundstück

Vor jedem Tempel stehen zwei Schreine. Ich habe leider vergessen wozu der linke dient, der rechte ist aber immer der erste Anlaufpunkt. Hier wird um die Erlaubnis gebeten, den Tempel zum Gebet betreten zu dürfen. Reinschauen konnten wir hier leider nicht, aber hinter den Mauern befinden sich drei große Schreine. Der rechte wird dazu genutzt um um eine gute Ernte, gesundes Vieh etc. zu bitten. Der mittlere Schrein ist für Gesundheit der Familie oder sich selbst gedacht und der linke Schrein dient dem allumfassenden Glück. So hab ich’s zumindest verstanden 😅😅 Er hat wirklich viel berichtet und der Akzent ist manchmal etwas schwierig zu verstehen.

Tempel des Dorfes

Im Anschluss ging es mit den Mopeds nochmal ein Stück weiter zum eigenen Familientempel. Unfassbar, dass wir das hier alles sehen dürfen, ist es der Familie doch das Heiligste überhaupt. Das Grundprinzip (am rechten Schrein davor um Erlaubnis bitten, im Anschluss den Schrein zum gewünschten Thema aussuchen) ist das Gleiche. Hier wurde gerade viel gebaut, im Ort wohnen ca. 150 Familienmitglieder und selbst mit der Vergrößerung des Tempels muss die Familie in Gruppen kommen, wenn eine große Zeremonie mit allen abgehalten wird.

Also wir haben bestimmt eine oder eineinhalb Stunden dort gesessen und gequatscht, ich würde fürs allgemeine Interesse mal auf folgendes zusammenfassen. Und an der Stelle nochmal der Hinweis: Keine Gewähr darauf, dass ich alles richtig verstanden habe und natürlich hier etwas platt ausgedrückt. Der Hinduismus ist ja geprägt durch das Prinzip Leben, Tod und Wiedergeburt, das wissen sicherlich die Meisten. Nach dem Tod verweilt deine Seele zuerst im Tempel des Dorfs. Dort gibt es dann eine Trauerzeremonie der Familie und die Seele wandert zum entsprechenden Schrein in den Familientempel. Nach dem Tod gibt es drei Möglichkeiten. Die ersten beiden sind Hölle und das Paradies/Himmel. Bei zweiterem wirst du wiedergeboren und die meisten Hindus denken (hab ich im Anschluss nachgelesen), dass kaum ein Leben so schlimm geführt worden sein kann, dass man nicht auch irgendwann aus der Hölle entlassen und wiedergeboren wird. Die dritte Möglichkeit nennt sich Moksha. Das ist das allerhöchste Ziel im Hinduismus und unglaublich schwer zu erreichen. Da darfste nicht einfach nur rechtschaffen sein, da musste dich richtig abbuckeln für. Moksha ist sozusagen die Befreiung vom Kreislauf Leben, Tod und Wiedergeburt (alle drei zusammen heißen übrigens Samsara). Die absolute Erleuchtung und Loslösung von allem irdischen. Ich glaube man wird dann zu etwas Gottgleichem.

Im Video seht ihr nochmal den Familientempel und ich habe versucht die einzelnen Bedeutungen der Schreine wiederzugeben. Ich musste mich aber schon währenddessen verbessern, der Kopf war einfach so voll zu dem Zeitpunkt. Und ganz vorne links steht der Schrein, der für die Reinkarnation zuständig ist. Also einer der wichtigsten, da verweilt die Seele erstmal. Den hab ich direkt vergessen 😅

Kadek, bester Gastgeber

Im Anschluss ging es mit den Rollern wieder ab nach Hause

und ab zur einstündigen balinesischen Massage. Ihr seht, es könnte uns deutlich schlechter gehen. Heute haben wir auch neue Nachbarn bekommen. Eine sehr nette deutsche Familie aus Dänemark mit denen wir uns beim Abendessen noch super über unsere bisherigen Urlaubserfahrungen ausgetauscht haben. Heute werden wir vermutlich früh ins Bett gehen, morgen steht eine Dschungeltour auf dem Plan. Fühlt euch gedrückt.

Bali Tag 4 – Auf zu neuen Ufern

Heute war Reisetag. Während wir bisher im Süden der Insel unterwegs waren, ging es heute einmal quer durchs Inland bis fast in den Norden. 3h Fahrt mit einem Local, junger Kerl, vorsichtiger Fahrer. Wir sollten später noch merken, wie glücklich wir uns darüber schätzen konnten.

Da unser Fahrer wenig bis kein Englisch gesprochen hat, haben wir die Zeit mit Podcast hören und in der Gegend rumschauen überbrückt. Die letzte halbe Stunde der Fahrt wurde dann mit Platzregen, wenig Sicht, wahnsinnig engen serpentinenartigen Straßen und rasenden Autos im Gegenverkehr nochmal etwas aufregender. Achso, rechts und links ging es jeweils mehrere Meter den Abhang hinunter. Das hätte ich jetzt fast vergessen. Ich habe versucht das Abenteuer auf Video festzuhalten, aber ich bin mir nicht sicher, wie gut es die Situation wiedergibt.

Unser Fahrer hat uns aber sicher ans Ziel gebracht, sodass wir bei unserem neuen Herbergsvater Kadek und seiner Familie einkehren konnten. Mitten im Dschungel stehen hier 3 kleine Gästehütten. Nach dem Luxus der letzten Tage leben wir hier etwas spartanischer, wurden aber nicht weniger herzlich aufgenommen. Das Begrüßungsgetränk sollte auch hier nicht fehlen, genauso wenig wie viele Informationen über Ausflüge, die Gegend und die Familie. Der Regen sollte auch bald enden, sodass wir auf unserer kleinen Terrasse den Ausblick genießen konnten.

Aussicht mit Regen
Aussicht ohne Regen
Unser Zimmer
Badezimmer (man beachte die Dusche 😅)

Da wir hier wirklich irgendwo im nirgendwo sind, gibt es drumherum nicht so wahnsinnig viel auf eigene Faust zu entdecken. Ein kurzer Gang im Gelände und zum kleinen Supermarkt um sich mit Snacks einzudecken, ansonsten wurde heute eine ruhige Kugel geschoben.

Wir hatten noch super nette Gespräche mit Kadek, der uns Musik mit einem typisch balinesischen Instrument vorspielte. Ich versuche ja immer alles aufzunehmen, aber hier sind wir bei der ganzen Familie wirklich zu Gast, die in diesem Moment ebenfalls dabei saß. Da hat es sich einfach nicht richtig angefühlt das Handy rauszuholen. Ich habe euch aus dem Internet aber mal ein Foto rausgesucht.

Die Variante von Kadek war etwas spartanischer, dafür kann er das Gerantang wie ein Profi mit drei Schlägeln/Sticks oder wie auch immer die Haudraufs heißen, spielen. Es ist ähnlich wie ein Xylophon, nur das es sich wirklich schön anhört 😅

Da wir heute nicht so viel erlebt haben, gibt es an dieser Stelle noch einen kleinen Exkurs in die Namensgebung bei Balinesen. Soll ja keiner behaupten ihr würdet hier nichts lernen 😉 Die Jungen und Mädchen heißen hier tatsächlich nahezu alle gleich. Es gibt eine Auswahl an 3-4 Namen pro Kind (also Erst-, Zweitgeborene und so weiter). Das erste Kind heißt Wayan, Putu, Gede oder Luh. Gede ist rein männlich, Luh rein weiblich, ansonsten wird bei Jungs ein „I“ davor gesetzt, bei Mädchen ein „Ni“. Bis zum vierten Kind gibt es vorgegebene Namen, danach gehts wieder von vorne los. Dabei zählen übrigens auch ungeborene Kinder, was ich persönlich wirklich schön finde. Unser Kadek ist laut Reihenfolge ein Zweitgeborener. Oder vielleicht auch Nummer 6, so persönlich haben wir bisher noch nicht gesprochen 😅

Ich schreibe den Reisebericht heute mal in Etappen. Kadek bereitet uns gerade Abendessen zu, es ist 19 Uhr und inzwischen stockduster. Da erwacht der Dschungel erst so richtig zum Leben. Man sieht zwar nichts auf dem Video aber ich glaube man hört was hier abgeht.

Neben unserer Hütte wurde zum Gebet auch gerade ein Räucherstäbchen mit einem kleinen Blumengesteck aufgestellt. Das sieht man hier überall, oft auch auf der Straße vor einem Laden oder Warung.

So zweiter Teil des heutigen Tagesberichts und es warteten noch zwei absolute Highlights auf uns.

Das sieht jetzt vielleicht unspektakulär aus, aber wurde alles liebevoll von unserem Gastgeber für uns zubereitet und war unglaublich lecker. Eine Suppe mit Gemüse, Hähnchenspieße in Erdnussmarinade mit Reis und Obst. Der Hammer. Im Anschluss an unser Essen wurden wir noch offiziell mit zwei Willkommenstänzen von den Kindern der Familie begrüßt. Wir könnten nicht glücklicher sein.

Wie süß kann man denn bitte sein?

Morgen stehen schon tolle Unternehmungen auf dem Plan, aber ich will hier noch nicht vorgreifen. Lasst euch einfach überraschen. 😉 Damit verabschieden wir uns für heute und wünschen euch allen einen wundervollen Tag.

Bali Tag 3 – Wir mischen uns unters Volk

Ich habe gerade festgestellt, dass man bei meinen Überschriften überhaupt nicht erkennt, wo wir eigentlich sind. Also wird das ab jetzt geändert, ich lerne ja noch 😉 Wer es also noch nicht mitbekommen hat, wir weilen aktuell auf Bali. Genauer gesagt im Süden Balis. Aber jetzt kommen wir mal zum heutigen Tag.

Gestern waren wir noch viel an klassischen Touristenspots, vor allem was das Essen angeht. Heute wollten wir es mal anders machen und uns ein bisschen mehr unter die Einheimischen mischen. Hat super funktioniert, ich glaube kaum einer hat uns für Touristen gehalten! 😉

Nachdem wir also wieder ordentlich ausgeschlafen und eine kleine Runde im Pool gedreht haben, ging es los zum Fischmarkt. Neben dem wirklich unerträglichen Gestank draußen (wir vermuten die Fischabfälle werden da einfach irgendwo entsorgt) erwartete uns eine kleine Zeltstadt voller kleiner Stände mit allem, was man sich an Fisch vorstellen kann. Aber seht doch einfach selbst.

Wie man das als Einheimischer so macht einmal durch die Reihen geschlendert, den besten Fisch auserkoren und mit einem Thunfisch und ein paar Garnelen in der Tüte ab zum nächsten Warung (das sind kleine familiengeführte Restaurants). Dort gibt man einfach seine Tüte ab und lässt sich den Fisch auf dem Grill zubereiten.

Frisch gefangen, zwei Minuten nach Kauf auf dem Grill und wenig später im Magen. Nur mal so zur Einordnung. Für einen großen Thunfisch, 5 Riesengarnelen und die Zubereitung im Warung haben wir zusammengerechnet 5,60€ bezahlt.

Da wir ja jetzt zu den Locals gehören, ging’s für Schmidtl im Anschluss zum Barber. Einmal Haare und Bart schneiden und direkt neue Freundschaften knüpfen. In kürzester Zeit wurde festgestellt, dass beide die gleiche Musik mögen und neben der frischen Rasur wurden wir in Indonesischen Rock eingeführt.

Neue Liebslingsband von Schmidtl 😉

Im Urlaub soll man sich ja nun tunlichst von Stress fernhalten. Aus diesem Grund hat uns das Wetter einfach eine kleine Pause in einem winzigen Kiosk/Café/Supermarkt/Tankstelle verordnet. Wir können ja unmöglich von einer Attraktion zur nächsten rasen. Also Kaffee bestellt und den Regen abgewartet.

Das ist übrigens eine sehr moderne Tankstelle, einfach an der Kurbel drehen (du musst den Nippel durch die Lasche ziehen…) und Zapfen. Die meisten haben einfach gefüllte Wasserflaschen.

Ein oder zwei Stunden und nette Gespräche mit Empfehlungen für die Abendgestaltung später ging es also wieder auf den Roller. Heute wollten wir mal an die Küste ganz im Süden fahren. Der Strand war tatsächlich ziemlich schön, hier sind wir allerdings von unserer „Wir-gehören-jetzt-zu-den-Einheimischen-Tour“ etwas abgekommen. Eintritt um zum Strand zu kommen und ziemlich viele Schickimicki Bars die wiederum nochmal Eintritt wollten. Also nur einmal kurz über den Strand geschlappt und über eine etwas abenteuerliche andere Route (ohne Eintritt…) wieder weiter.

Nachdem wir bei unserer etwas unfreiwilligen Regenpause eine nette Empfehlung bekommen hatten, machten wir uns auf den Weg zu westlichen Küste, mit kurzem Halt am Strand, Panorama bewundern und weiter zur Live Music Location in Uluwatu (klingt nach Hawaii oder?).

Das Lokal heißt Wishing Well und alleine alle Eindrücke des verrückten Gebäudes aufzunehmen würde wahrscheinlich einen halben Tag in Anspruch nehmen. Ich hatte sofort die Erinnerung an den Camden Market in London. Einfach skurril und gleichzeitig unglaublich toll.

Nach leckerem Abendessen wurde noch ein paar Stunden Musik genossen und dann ging es auf einen Mal wieder spannenden Heimweg mit dem Roller. Sagen wir mal so. Das zweite Video zeigt eine gute Straße 😅 aber Schmidtl hat uns mal wieder sicher nach Hause gebracht.

Jetzt gibt es nochmal ein bisschen Bierromantik am Pool und dann gehts ab ins Bettl. Ab morgen wartet der Dschungel auf uns 🤗🤗

Gute Nacht zusammen ❤️

INDONESION – PART 2

9h Schlaf in diesem Bett haben sich wie der Himmel angefühlt. Anders kann man es einfach nicht sagen

Gegen 11 Uhr wurden wir vom Roomservice geweckt. Ausgeschlafen und voller Vorfreude ging’s ab zum Frühstück. Das ist in den 30 Euro die wir hier pro Nacht bezahlen selbstverständlich inbegriffen. Aus der Karte wurden heute Eggs Benedict und Jimbaran Rolls (eine Art Teigtasche gefüllt mit Rührei und Spinat) ausgewählt. Frischgepressten Saft, Obstteller und Tee oder Kaffee gibts sowieso dazu.

Vollgefuttert und happy wurde dann der Tag geplant. Naja was heißt geplant. Erstmal umschauen und orientieren. Dafür wurde ein Roller angefragt, die Wartezeit mit einem Mittagsschläfchen überbrückt und schon ging die wilde Fahrt los. Der Verkehr und die Straßen hier sind schon aufregend. Ich bin sehr froh, dass Schmidtl so umsichtig fährt und ich nur hinten navigieren muss. Von Rush Hour und ordentlichem Asphalt bis menschenleer und Buckelpiste findet man hier alles. Richtig aufregend sag ich euch!

Das Wetter hat es heute nicht ganz so gut gemeint, allerdings ist das Jammern auf sehr sehr hohem Niveau. Es hat zwar immer wieder geregnet, die Temperaturen liegen trotzdem bei 28-30 Grad, sodass man zwar nass ist, aber Rollerfahren oder Rummarschieren trotzdem Spaß machen. Die erste Tour wurde wegen Einsetzendem Regen in einer kleinen Strandbar unterbrochen. Neben uns saßen zwei nette Italiener, die die ganze Woche auf einer Konferenz waren und außer Hotel noch nichts gesehen hatten. Beschrieben haben sie es uns als G20 Gipfel mit dem Thema Landwirtschaft. Man kann sich schlechtere Orte für so eine Konferenz vorstellen.

Die Regenpause wurde für die Fahrt zum nächsten Strand genutzt. Auf dem Weg die oben gezeigten Buckelpisten, Rehkühe (ich glaube es sind Kühe, aber irgendwie sehen die hier anders aus, vielleicht isses auch ne Mischung) und leider auch immer wieder viel Müll auf den Geländen

Sorry für die schlechte Qualität, das Bild ist quasi im Vorbeifahren entstanden

Nächster Regen, nächste Bar. Eingekehrt sind wir bei einer super lieben Familie. Die Mama mit ihren Kids waren da. Man merkt, dass sich mit der Surfschule und der kleinen Bar geradeso über Wasser gehalten wird. Die unendliche Freundlichkeit die einem hier begegnet ist dabei fast schon unangenehm. Hier wird einem wirklich jeder Wunsch von den Lippen abgelesen. Was nicht schon da ist, wird sofort organisiert. Wirklich krass.

Mit einem Kaltgetränk wurde der Strand beobachtet. Bei der Kulisse ist es wirklich absolut nicht schlimm mal ein bisschen den Regen abzuwarten.

Im Anschluss ging es nach Hause kurz duschen und dann ab zum Restaurant. Dort sollten wir zwar etwas auf unseren Tisch warten, was aber gar nicht schlimm war, weil die ganze Umgebung super schön war. Also kleiner Bummel durch die Läden und die Wartezeit versüßen

Nach 20 Minuten war dann auch schon unser Tisch in einem kleinen hippen Restaurant fertig. Unglaublich lecker und unfassbar günstig. Ok Schmidtl hat sich aus Versehen das einzig teure Gericht ausgesucht und das is mit 16 Euro wirklich heftig, mein Essen war mit 3 Euro allerdings vollkommen im Budget 😀 und beim Foodporn Wettbewerb hat er definitiv gewonnen

Jetzt sitzen wir mit vollem Bauch und mega happy am Pool und freuen uns schon aufs gemütliche Bett. Mal sehen was der morgige Tag an Abenteuern bereit hält. Wir werden berichten.

INDONESIEN – PART 1

Hallo zusammen,

bei so einer großen Reise dachte ich mir, es wäre mal wieder an der Zeit, das Reisegeschehen für euch und uns festzuhalten. Seid nicht zu streng mit mir, aktuell wissen wir noch nicht genau, wo es überall hingeht und ob a) immer Internet zur Verfügung steht und b) ich auch jeden Tag Lust habe 😉

Beginnen wir doch mal am Anfang. Los ging die wilde Fahrt am Mittwoch Nachmittag mit der Bahn von Dresden nach Frankfurt. Da das Bahnglück vor allem mich in der Vergangenheit nicht so häufig bedacht hatte, sind wir einen Abend vor dem eigentlichen Flug gefahren, um gar nicht erst Stress aufkommen zu lassen – wir haben ja schließlich Urlaub. Also erstes Bierchen öffnen und entspannen.

In Frankfurt haben wir dann unser kleines aber feines Hotelzimmer bezogen, waren auf einen Snack und ein Bier im Irish Pub und dann ging‘s ab in die Falle.

Anpfiff am Donnerstag war gegen 7 Uhr. Ab zum Frühstück, die letzten Klamotten zusammenpacken und schon ging’s los zum Flughafen. Da wir unsere Bordkarten noch nicht hatten, haben wir extra viel Zeit eingeplant, falls viel Betrieb am Flughafen ist, das ging aber alles ratzifatzi und wir saßen bereits 2h vor Abflug am richtigen Gate. 11 Uhr ging es dann mit dem ersten Flieger nach Abu Dhabi. Wer noch nicht mit Etihad geflogen ist, absolute Empfehlung. Es warten neben Kuscheldecke, Kopfkissen und ordentlich Beinfreiheit (sogar für Schmidtl) super Essen und ein tolles Bordprogramm.

An Schlaf war trotzdem nicht viel zu denken, aber die 6h Flug gingen mit Futtern, Downton Abbey und Fantastischen Tierwesen ganz gut rum. In Abu Dhabi angekommen entschlossen wir uns relativ zügig, dass Snacks und Bierchen dort aufgrund der Preise für uns ausfallen würden. Ich bin ja wirklich Fan, aber 15 € für ein kleines Bier waren selbst mir zu viel. Also ab ans Gate und die Wartezeit mit Podcasts überbrücken.

23 Uhr (21 Uhr deutscher Zeit) ging es dann los. Gleiche Airline, gleiches Verwöhnprogramm, also alles gut. Meine barfüßige Nachbarin, die regelmäßig ihre Mauken an mir gerieben hat war etwas nervig, aber man kann ja nicht alles haben. 7h, 3 Filme und wenig Schlaf später landeten wir in den frühen Morgenstunden in Kuala Lumpur. Die siebenstündige Wartezeit wollten wir nicht im Terminal verbringen, also ab zur Immigration und wenigstens mal in den Hauptterminal fahren und etwas bummeln gehen.

Die Einreise lief einwandfrei, die anschließende Orientierung ist -sagen wir mal – ausbaufähig. Übermüdet von einer in die nächste Etage stolpernd, stellten wir fest, dass das jetzt noch nicht der gewünschte Terminal sein kann. Also ab zum Bus, aber defekte Anzeigen und die Unsicherheit darüber wo wir überhaupt hinwollen, ließen uns abermals umdrehen. Irgendwann haben wir schließlich eine Anzeigetafel gefunden, die eine Mall mit kostenfreiem Shuttle versprach und -oh Wunder – wir haben sogar den richtigen Bussteig gefunden.

Nach kurzer Fahrt wartete eine wirklich große Mall mit wenig Menschen auf uns, nach 30 Minuten merkten wir allerdings, dass die Müdigkeit die Füße lahm und die Lust auf s Einkaufen maximal gering hielt. Also ab zum Bus (wir kennen uns ja jetzt hier aus) und zurück zum Flughafen. Dort suchten wir dann gar nicht mehr lange, sondern hangelten uns von Infopoint zu Infopoint um sicherzustellen, dass wir am Ende auch beim richtigen Ort ankommen. Es stellte sich heraus, dass die Einreise zwar super schnell ging, der Weg zurück allerdings etwas beschwerlicher laufen sollte. Eine ellenlange Schlange und locker 60 Minuten Wartezeit für einen kurzen Blick auf den Reisepass. Aber naja, so ging die Wartezeit ja auch rum 🙂 Eine kurze Bahnfahrt später saßen wir nun am richtigen Terminal, entschieden uns diesmal die 10€ ins Bier zu investieren und machten es uns in einer kleinen Bar gemütlich. Ansonsten gab es neben „aufbauenden Worten“ auf der Toilette nicht viel zu entdecken und mit etwas Verspätung und unendlich müde konnten wir unseren letzten, nun nur dreistündigen Flug antreten.

Ortszeit 22 Uhr (16 Uhr deutscher Zeit) sind wir endlich in Denpasar angekommen – Jippiiieeeee

Jetzt warteten nur noch 1,5 h healthcare Check, Visum bezahlen, Visum bekommen, Einreisedokumente ausfüllen mit jeweils einer separaten Schlange auf uns und schwupsdiwups eine kurze Taxifahrt später waren wir schon da. Das war ja einfach!

Naja, zu unserer Unterkunft kann man nur eins sagen: absolut traumhaft! Begrüßung mit warmen feuchten Handtüchern, frisch gepresstem Saft und unfassbar freundlichen Menschen. Ein wundervolles Apartment mit Außenbad, toller Pool und nochmal: unfassbar freundlichen Menschen! Ich lasse mal die Bilder und Videos für sich sprechen. Nach fast 40 Stunden mit wenig bis keinem Schlaf ging’s halb 2 nachts dann ins große unglaublich bequeme Bett. Sorry, das war jetzt irgendwie viel Text für 17h im Flieger sitzen.

Ab jetzt mit günstigem Bier juhuuu
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