Hi zusammen. Hier ist Schmidtl . Ich melde mich heute nochmal, weil es Ari noch nicht so gut geht um super erfrischende Beiträge zu schreiben. Ihr wisst ja: geht’s dir scheiße, schreibst du auch so. Alte Weisheit.. Kennt ja jeder!
Wir sind jetzt seit einigen Tagen auf Gili-Air. Ich habe Ari das blaue vom Himmel herunter gelabert und diese Insel angepriesen…und nunja…Ich gebe der Insel die Note 3. In meiner Erinnerung eine glatte 1+! Ich versuche es euch kurz zu erklären.
2019 war ich mit meinem Bruder in Indonesien, weil es uns in Australien im Juli zu kalt war. Zack einen Flieger gebucht und innerhalb von wenigen Stunden von Perth nach Indonesien (mein Bruder war wegen work&travel dort). Wir landeten irgendwann auch auf Gili Air (im Juli) und es war atemberaubend. Überall weiße Strände, hellblaues Meer und und und…
Ja klar… Hier und da gab es Ecken und Kanten. Zum Beispiel Müllsäcke am Hafen, ab und an hat es bisschen gerochen wenn man ins Inselinnere ging. Sonst alles tutti…
Jetzt sind wir wieder hier und ich kann dem Mädchen nur eine 3 präsentieren anstatt einer 1. Jo, ok… Das war immer meine Schulnote aber trotzdem habe ich ja von ner glatten 1 gesprochen. Ich bin bisschen gelaufen und habe geknipst. Das habe ich leider damals nicht getan, wir hätten sonst 1a Vergleiche gehabt. Seht selbst:











Ich sprach mit einigen Einheimischen. Corona, respektive der Umgang der Regierung Indonesiens mit einem Land, welches abhängig vom Tourismus ist, waren tödlich. 1 Jahr bevor ich mit meinem Bruder auf Gili war, wütete ein Erdbeben mit der Stärke 6,9 im Mittelwert in genau dieser Region und wir beide haben davon kaum etwas mit bekommen(1 Jahr später). Jetzt, nach Corona, sieht die Sache anders aus. Überall verlassene Gebäude.. Und ich sage euch: Dort rum zu kriechen ist mega spannend, aber gleichzeitig auch richtig traurig. Ich kenne es ja anders…
Ich bin mir unsicher, ob diese Orte jemals wieder öffnen können. Sieht jedenfalls nicht danach aus.
Ebenfalls sind die Strände, an denen Paul und ich damals gelegen haben, jetzt keinesfalls mehr eine Note 1 Wert. Teilweise liegt dort nur Treibholz. Teilweise aber auch Müll.
Ich will auch gar kein falsches Bild vermitteln, ich bin etwas mit dem Rad gefahren und habe wahnsinnig schöne Strände gefunden (da waren wir halt damals nicht, weil wir uns nicht weit bewegen mussten).
Die weitaus größere Katastrophe ist der Klimawandel. Wasser und Wind tragen die Strände ab. Und zwar in Größenordnungen. Die Ostseite muss nun befestigt werden, weil der Sand abgespült wird. In den letzten Jahren mehr als zuvor. Die Insel schrumpft also und wird es in einigen Jahren wohl in der Größe nicht mehr geben. Klimawandel aus erster Hand quasi. Eine gute Nachricht gibt es allerdings noch. Ich traf in einem Restaurant unseren damaligen Gastgeber Hiro. Er sagte mir man kümmere sich nun wieder mehr um die Insel. Während Corona haben wohl so gut wie alle die Insel verlassen (müssen). Nun geht es langsam bergauf. Hiro ist optimistisch, dass es zukünftig wieder besser aussehen wird. Somit bin ich es nun auch


