Nusa Ceningan Tag 3 – Manta Manta

Unsere Gebete wurden erhört, vielleicht weil wir so viele Tempel hier gesehen haben. Halb 8 aufgestanden, aus dem Fenster geschaut und mit strahlendem Sonnenschein begrüßt worden. Heute stand etwas ganz Besonderes auf dem Plan.

Aber zuerst einmal hieß es Bargeld organisieren, das ist hier gar nicht so einfach. Auf unserer Insel gibt es gar keinen Geldautomaten, auf der Nachbarinsel gibt es 4, allerdings muss man immer ein bisschen Glück haben, dass die auch funktionieren. Erster Automat – Pineingabe nicht möglich, Zweiter Automat – Karte angeblich abgelaufen. Beim dritten Automaten hatten wir dann endlich Glück und sind mit nur 20 Minuten Verspätung am Treffpunkt bei Putu angekommen. Aber die Menschen sehen das hier nicht so eng. Mit ihm ging es dann noch ein Stück weiter zu einem leer stehenden Klub mit eigenem Bootssteg

Dort warteten wir auf unseren Kapitän, ein Freund von Putu, der uns zum Schnorcheln mitnehmen würde. Ein paar Minuten später ging es auch schon los.

Also ich fahre ja gerne Boot, wer schnell seekrank wird, hat hier sowieso Probleme und ich muss sagen, ich stoße hier auch manchmal an meine Grenzen.

Hier noch ohne Vollspeed, nur mit schaukeln 😅

Der Respekt vorm offenen Meer besteht bei mir ja sowieso. Nach der doch eher wilden Fahrt und der Ankunft an unserem Schnochelplatz ziemlich nah an den Klippen mit ordentlich Wellengang, war bei mir erstmal Feierabend 😅 Ich hatte richtig Bock aufs Schnorcheln, aber es war kein Weg drin. Flossen an, Flossen aus, Flossen an, wieder aus. So ging das einige Male bis klar war: Das wird nicht mein Spot. Schmidtl hat sich wagemutig mit Putu in die Wellen gestürzt und was soll man sagen? Der Mut wurde absolut belohnt.

Majestätisch oder? Von Putu war immer mal wieder ein entzücktes „Toby, they are flying“ zu hören. Um hier Mantas zu sehen, muss man ein bisschen Glück haben. Im Dschungel haben wir ein Pärchen getroffen, dass eine Woche hier war und keinen Erfolg verbuchen konnte.

Ein bisschen zerknirscht war ich ja schon, aber naja, vielleicht seh ich beim nächsten Spot ja wenigstens ein paar Fischlein. Und so sollte es auch kommen und ich war nicht mehr ganz so traurig.

Geheuer ist mir das alles trotzdem nicht so richtig, aber auf Gili werd ich mein Schnorchelglück vielleicht nochmal mit mehr Nähe zum Strand austesten.

Ein paar Stunden und zwei Schnorchelspots später ging es wieder zurück auf festen Boden und weiter mit unserem Reiseführer Putu. Also ab auf die Mopeten und rauf auf den Berg. Zuerst zeigte uns Putu sein Zuhause. Es ist schon einfach krass unterschiedlich, wie die Menschen hier so leben. Zum Teil aus Armut heraus, zum Teil, weil die Kultur einfach gänzlich anders ist. Fotos habe ich keine gemacht, in so privaten Momenten fühlt sich das einfach immer seltsam an. Ich glaube das Haus an sich gehört schon eher zur gehobeneren Klasse. Seit 3 Jahren bauen sie immer wieder daran. Wenn Geld da ist wird weitergebaut, ansonsten wird Pause gemacht. Die Familie wohnt in einem massiven Steinhaus. Verputzt ist entweder aktuell noch nicht, aber ich glaube eher, dass das auch so bleibt. Das Ziegeldach ist auch schon fertig, ein zweiter Stock kommt wohl irgendwann noch drauf, aktuell hört das Gemauerte im Innenbereich irgendwann auf und man schaut quasi ins Dach. Innen hat man dann das, was bei uns eher Rohbau wäre. Also ebenfalls gemauert, 5 einzelne Zimmer. Inneneinrichtung ist quasi nicht vorhanden, aber Schmidtl meinte, das ist hier einfach so. Dünne Matte auf dem Boden in jedem Raum, in einem Zimmer stand noch ein Schrank in einem anderen ein Fernseher. Das war’s. Die Küche war draußen in einer Art Unterstand. Einfach eine andere Welt. Draußen warteten unter zwei Körben auch noch zwei Kampfhähne. Damit verdient Putus Papa wohl noch etwas dazu. Dem war es (glauben wir) auch nicht ganz so recht, dass wir gerade da sind, deswegen ging’s direkt weiter zur nächsten Station. Das Cliff Café mit traumhaften Blick (unter anderem auf einen unserer Schnorchelspots) und Infinitypool. Also Bierchen bestellt und ab ins Wasser.

Hier haben wir es bei gutem Essen und Sonnenschein ein paar Stunden ganz gut aushalten können 😉 Schmidtl hat solange mit Putu Zukunftspläne über ein gemeinsames Homestay auf Nusa geschmiedet, also alles ganz normal.

Auf dem Rückweg kamen wir dann noch bei einer Bar vorbei, bei der Schmidtl und Paul vor ein paar Jahren bereits waren. Die Bar hat zwar leider aktuell zu, aber der Besitzer kannte Schmidtl natürlich noch, also eingekehrt auf ein kurzes Hallo.

Am Abend ging es dann (mal wieder) in eine Bar mit Live Musik. Gibt einfach nichts besseres. Kurz vor Schmidtls Geburtstag dann nochmal schnell 2 Bierchen holen, über die sagenumwobene gelbe Brücke ab nach Hause und um 12 zusammen am Pool angestoßen. Mal sehen was morgen für Abenteuer auf uns warten.

Hab’s endlich mal geschafft ein Bild von der Brücke zu machen. 2 Roller passen aneinander vorbei. Mehr geht nicht.

Hinterlasse einen Kommentar

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten