Hach, was soll ich sagen ☺️ Bevor ich mit dem neuen Tag beginnen kann, muss ich nochmal zwei Sätze zu gestern verlieren. Schmidtl hat es ja so großartig beschrieben, wie wundervoll dieser Tag war. Ich muss trotzdem nochmal loswerden, dass das so ein Herzenstag war. Diese 6h Tour durch den Dschungel, nahezu allein, die Natur, die Menschen, diese Herzlichkeit. Die Familie, die am Abend noch mit der Überraschung vorbei kam. Und Kadek hat seine kleinen Nichten dafür extra abgeholt aus dem Nachbarort, damit sie gratulieren. Seine Tante hat den Schokokuchen gebacken, seine Frau den traditionellen Kuchen vorbereitet. Ich kann das alles gar nicht verarbeiten. Ich fühle mich einfach nur geehrt und weiß gar nicht, womit ich das alles verdient hab.

Aber nun zum neuen Tag. Heute stand der Abschied von Kadek und seiner wundervollen Familie, genauso wie der Abschied der deutsch/dänischen Familie (ihr erinnert euch) an. Einer davon ist auf jeden Fall für lange Zeit, der andere Abschied ist hoffentlich nur kurz. Mit lokalem Kaffee (Lemukhi-Kaffee, Lemukhi heißt das Dorf. Ist das nicht süß?) als Abschiedsgeschenk ging es ab ins Auto und Kadek brachte uns erstens zu einem Geldautomaten, sonst hätten wir gar nicht bezahlen können (🙈🙈) und zweitens zu einem der wichtigsten Tempel auf Bali. Also heute mal richtig mit Eintritt zahlen und Touri sein. Alles super gepflegt und schön, aber mit vielen Menschen aufgereiht da durchzumarschieren hat uns irgendwie nicht so gefallen. Vor allem nach den letzten Tagen. Aber ein paar Bilder haben wir natürlich trotzdem geschossen.





Kadek hat uns dann noch zum nächsten Warung gebracht und dann hieß es endgültig Abschied nehmen, sich tausendmal beieinander bedanken und darauf hoffen, dass man sich irgendwann wieder sieht. Ein kleines Mittagessen später stellten wir fest, dass dort gar keine Taxen halten, die man so einfach per App bestellen kann. Also kurz bei der Bedienung nachgefragt, ob sie uns eventuell ein Taxi bestellen kann, zack 2 Minuten später kam schon ein netter Herr auf seinem Roller angeschossen. Schnell das Ziel besprochen, Schmidtl hat noch großartig den Preis verhandelt und weitere 5 Minuten später kam der selbe nette Herr mit seinem Taxi an und brachte uns ins 2h entfernte Sanur. Hier bleiben wir nur eine Nacht, aber die Unterkunft ist glaube ich ganz ok. 🤪
Dann hieß es schnell Taschen ablegen und ab die Gegend erkunden und vor allem zum Hafen, unser Ticket für die Überfahrt morgen buchen. Also ich weiß nicht, ob es an den letzten Tagen liegt, aber der Start in Sanur war für mich persönlich etwas schwierig. Wir sind am Strand entlang gelaufen, ein Resort oder Nobelschuppen am anderen. Das sieht alles nett und schön aus, aber du triffst nicht eine Person aus Bali. Außer – sie bedient dich.


Sobald die Reihe der Hotels aufhört sieht man dann leider viel Müll, wahnsinnig viele Menschen die einen nahezu anbetteln mal ihre Klamotten oder was auch immer sie verkaufen anzuschauen und man hat ein unfassbar schlechtes Gewissen nein zu sagen, wenn sie dir sagen, dass einfach niemand heute bei ihr oder ihm etwas gekauft hat.

Heute sind wir glaube ich auch das erste Mal in einer größeren Stadt. Mit Mc Donalds, Kentucky Fried Chicken usw. Sowas haben wir bisher noch nie hier gesehen. Die ersten beiden Stunden hab ich mich offen gesagt wirklich unwohl hier gefühlt. Alles laut, dreckig und man wird ständig angelabert. Das kannte ich bisher hier nicht.
Ein Bootsticket später ging es mehr oder weniger über die vierspurige Straße zurück nach Hause. Wir hatten Glück, dass es noch hell war, sonst hätten wir die Hindernisse vielleicht nicht gesehen.



Naja, kann nicht immer alles einfach und eitel Sonnenschein sein. Wir berichten ja was passiert und verschönern nicht. Als wir auf die Straße, auf der unser Hotel steht einbiegen, steht da ein kleiner Foodtruck. Mehr oder weniger mitten an der Straße. Es ist laut, es ist schwül, aber dort steht unsere kleine Oase. Drei Bierchen später sitzen wir immernoch hier, haben gerade Essen bestellt und seit Stunden Spaß mit dem Besitzer Wiz (keine Ahnung wie man ihn schreibt). Eigentlich wollten wir nur auf ein Bier einkehren und weiterziehen. Aber so ist das hier. Du lernst Menschen kennen, fühlst dich wohl und verbringst Zeit miteinander. Leicht angeschickert beende ich an dieser Stelle den Blog für heute und hoffe es sind nicht zu viele Rechtschreibfehler drin. Es gab Holy water, ich kann echt nichts dafür 😅


